Einrichtungstrends und wie man mit ihnen umgeht

Einrichtungstipps und Ideen treffen nicht immer jedermanns Geschmack. Doch eine wichtige Grundregel besagt, dass der Mensch sich in erster Linie wohlfühlen soll. Erst dann darf der Geschmack anderer Leute mit einfließen. Kleine Veränderungen schaffen große Wirkungen und neue Möbel bringen Schwung ins Leben.

Neben den Ideen der Designer spiegelt sich in Wohntrends meist die allgemeine Stimmung der Zeit wider, was durch Farben, Formen und Materialien ausgedrückt wird. So ist es auch bei den derzeitigen Einrichtungstrends spürbar, die für die Menschen wichtige Themen aufgreifen.






Wohntrends können durchaus als zeitgemäße Gradmesser angesehen werden. Dahinter verbergen sich nämlich häufig Bedürfnisse und Sehnsüchte, deren Erfüllung auch auf das Einrichten der Wohnung projiziert wird. Eines der Schlagworte für die Stimmungslage und die populäre Thematik der Einrichtung lautet "Hygge", was aus dem Dänischen kommt und übersetzt 'Gemütlichkeit' bedeutet. Es wird vermehrt Wert auf ein behagliches Zuhause gelegt, welches Sicherheit und Geborgenheit ausstrahlt.

Keine Einrichtungstrends mehr verschlafen - oder sie bewusst auslassen?

Moderne Einrichtungsideen am Puls der Zeit kommen nicht von alleine. Sie möchten gesucht und gefunden werden. Denn nie waren die Möglichkeiten so vielfältig wie heute und die Geschmäcker so verschieden. Soll man besser auf die Eltern hören, die einen klaren und bodenständigen Stil vorschlagen oder besser auf Freunde, die gerne einen stylishen Loftcharakter in jeder Wohnung sehen? Nichts davon ist richtig. Die eigene Intuition und ein detailversessenes Auge schaffen eine dichte Wohnatmosphäre ohne Allüren.
 

Einrichtungstrends für jedes Zimmer

Das Wohnzimmer als zentraler Raum dient als Ruhepol und Treffpunkt zugleich. Es ist die Multifunktionsarena fürs Zuhause. Deshalb müssen bei der Einrichtung verschiedene Punkte berücksichtigt werden.
Klassischerweise darf ein Sofa nicht fehlen. Es gibt eine schier unendliche Auswahl an Formen, Bezügen und Farben. Da ein Sofa eine längerfristige Investition darstellt, kann hier eine ruhige, mattierte Farbe von Vorteil sein. Leder ist pflegeleicht, wird aber von vielen Menschen als zu kalt auf der Haut empfunden. Probesitzen ist daher obligatorisch. Ist das Sofa gefunden, können andere Einrichtungsgegenstände angeschafft werden, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen.
Metallische Stehlampen und Deckenlampen aus leichtem Stoff liegen derzeit hoch in der Gunst der Käufer.
Stark im Kommen ist außerdem massives Holz, welches durchaus auch aus zweiter Hand stammen darf.
Sideboards, Kommoden und Regale in rustikaler Vintage-Optik versprühen Charme und sind pflegeleicht.

Nicht alle Einrichtungstrends sind Must-haves

Alle aufkommenden Einrichtungstrends muss man mit differenziertem Blick betrachten. Nicht jede hippe Idee aus den Möbelhäusern oder Einrichtungsmagazinen lohnt eine Investition. Wichtig ist vor allem der eigene Geschmack. Inspiration kann man sich von überall holen. Insbesondere die Showrooms der Möbelanbieter in den gehobenen Preisklassen werden für ihre stilvollen und behutsamen Einrichtungsideen geschätzt. Hier werden Stücke aller Zeitepochen zu einem wahren Wohnkunstwerk zusammengestellt. Mit ein paar Ideen im Gepäck lässt es sich dann ganz wunderbar auf Flohmärkten oder bei Möbeldiscountern nach entsprechenden Stücken Ausschau halten.

Der Mix macht's

Gefragt sind Einrichtungsstile, denen ein ökologischer Gedanke anhängt

"Zurück zur Natur" ist ebenfalls ein ganz aktuelles Motto beim Wohnstil – genauso wie der Hang zum Retrolook oder dem Stilmix.
Verpönt sind hingegen Einrichtungen in einem einheitlichen, glattgebügelten Wohndesign. Vielmehr steht der Ausdruck der persönlichen Note im Vordergrund, was viel Raum für zwanglose und unübliche Individualität lässt. Dieser Aspekt der Wohntrends steht unter anderem für die Freiheit der eigenen Persönlichkeitsentfaltung.

Recycelte Materialien wie Metall und Filz ergänzen Möbel, die aus massiven, nachwachsenden Rohstoffen gefertigt sind. Unbehandeltes Holz und stabiler Bambus sowie Kokosfasern als Füllstoff seien hier als Beispiel angeführt. Und die Liste ließe noch sehr viel mehr Platz. Bei der Zusammenstellung der Einrichtung sind viel Fingerspitzengefühl und Herz gefragt. Davon geleitet finden sich die gewünschten Möbel und Dekorationen von ganz alleine.

Möbel und Deko bei den Wohntrends

Freie Natürlichkeit und praktische Gemütlichkeit machen sich auch bei den Wohntrends der Möbel und der Deko bemerkbar. Stilmixe sind ausdrücklich erwünscht und Verspieltes kann durchaus neben Puristischem seinen Platz finden. Zu übertrieben sollten Sie dies allerdings nicht ausleben, sondern dabei Ihren eigenen Schönheitssinn Gehör schenken. Bemerkenswert ist, dass jene Möbelstücke, die für Gemeinschaft stehen, recht groß ausfallen und der Rest vom Inventar eher klein und zierlich daherkommt. So wird beispielsweise dem Bett im Schlafzimmer oder Kinderzimmer mehr Raum gewährt, als dem Schrank oder Sideboard. Dies mag daran liegen, dass der Gemeinschaftssinn höher bewertet und der Wohnraum leider immer knapper wird.

Ganz hoch im Möbelkurs der Wohntrends liegen Designklassiker, wie etwa der Mid-Century Stil, der einen liebevollen Bezug zu Vergangenem herstellt. Generell erhält Massivholz den Vorzug, aber auch andere natürliche Materialien, wie Marmor oder Kork. Im Bereich der Accessoires halten frische Pflanzen vermehrt Einzug, die den Hang zur Natur darlegen.
Fazit:
Differenziertes Beobachten von Designtrends und ein gesundes Verhältnis zum Möbelkauf erleichtern die Suche nach der passenden Einrichtung.

Eine Faustregel besagt: Der Mensch steht im Mittelpunkt und er muss sich in seiner Umgebung wohlfühlen.