Tee – die heilende Wirkung und das allgemeine Wohlbefinden

Wissenswertes und wohltuende Rezepte

In der winterlichen kalten Jahreszeit hat man oft den unbändigen Drang nach einem Heißgetränk – und gerne fällt hier die Wahl auf einen Tee. Ob im Büro in der Pause, nach einem Spaziergang am Wochenende oder statt einem Glas Wein am Abend – der Tee wärmt die Hände und ist gut für die Seele.

Winterträume, heiße Liebe, Lebkuchen, Herz-Erwärmer oder Sternenglanz – bei den Namen allein bekommt man schon Lust auf das Heißgetränk. Tee kann uns aber auch helfen – bei Magenkrämpfen oder Halsschmerzen zum Beispiel. Mit den richtigen Kräutern und Gewürzen bleiben Sie - oder werden Sie wieder gesund.

Das Aufgussgetränk übt schon seit Jahrtausenden eine heilende Wirkung auf unseren Körper aus. Der Tee wird seit Generationen dazu genutzt, unser allgemeines Wohlbefinden zu erhöhen. Deswegen ist das Tee zubereiten vielerorts auch zu einer regelrechten Zeremonie übergegangen. Tee besteht aus getrockneten Knospen, Blättern, Blüten oder Stielen, die mit heißem Wasser aufgegossen werden.

Wo kommt er her, der Tee?

Die erste schriftliche Erwähnung ist datiert auf das Jahr 350 v. Christus. Buddhistische Mönche erwähnten den Sud als Bestandteil von spirituellen Tinkturen und den Getränken, welche die Meditation erleichtern. Seit dieser Zeit ist Tee eine kultivierte Nutzpflanze, die einen festen Bestandteil der Ackerfläche hat. Den Sprung von China nach Japan vollzog der Tee im 6. Jahrhundert. Der Rest ist wie so oft Geschichte.

Die verschiedenen Gattungen

Die Farbe des Tees bestimmt den Geschmack des Aufgusses. Je länger der Tee oxidiert/ fermentiert, umso tiefer wird die Farbe des Tees. Unterteilt wird der Tee in folgende Farbgattungen:
Grüntee: Dieser Tee ist nicht oxidiert. Bei der Zubereitung ist darauf zu achten, dass dieser hochwertige Tee nicht oxidiert. Die drei Schritte der Grünteeherstellung sind seit Jahrhunderten gleich: Rösten, rollen, trocknen.

Schwarztee: Tee, dessen Blätter vollständig oxidieren, werden zum schwarzen Tee (oder eben Schwarztee). Der Legende nach ist die „Entdeckung“ des schwarzen Tees eher ein Unfall. Während einer sehr unschönen Schiffsreise wurde die Ladung an Tee feucht und oxidierte in den Kisten. Das Ergebnis war „schwarzer Tee“. Die damals noch unkundigen Briten mochten den Geschmack dieses Tees und waren begeistert.

Weißer Tee: Ein „Junger“ Tee, der in nur zwei Herstellungsschritten gemacht wird: Welken und Trocknen.

Oolong Tee: Dieser teiloxidierte Tee ist relativ schwach an Koffein und wird deshalb als Alltagstee angepriesen. Oolongs kann man zu jeder Tageszeit genießen.

Pu Erh: Fermentierter Schwarztee aus China, der ein hohes Maß an Antioxidantien besitzt und anregend auf die Verdauung und die Fettverbrennung wirkt. Angeblich ist dieser Tee der reinste Kater-Killer und sehr gut darin, die Auswirkungen einer „langen Nacht“ zu bekämpfen.
Tipp: Wem der echte Tee zu stark ist, der kann einen kleinen Trick anwenden. Übergießt man die Teemischung mit kochendem Wasser, wartet 10 Sekunden und schüttet diesen Aufguss dann weg, so hat man beim nächsten Aufguss eine „entkoffeinierte“ Version des Tees. Das Koffein „wäscht sich“ nämlich in den ersten Sekunden aus den Blättern raus.


Tee ist gesund

Tee erhöht unseren Wachheitsgrad, ohne uns zu „stressen“ und gleichzeitig regt Tee unsere Konzentration und unseren Fokus an, ohne uns aufzuregen. Wir haben Ihnen ein paar nützliche Mischungen zusammengestellt. Die richtigen Kräuter und Gewürze dazu gibt es im Bio- beziehungsweise im Teeladen oder in der Apotheke.

Der Antistress-Tee – entspannend und schmerzlindernd

Zutaten: 2-3 Hopfenzapfen, je 1 Teelöffel getrocknete Rosen- Lavendelblüten Zubereitung: Die Kräuter zerreiben und in einen Topf geben. Mit 1 Liter aufgekochtem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Drei Tassen über den Tag verteilt trinken.


Der Magen-Tee – krampflösend

Zutaten: 4 Teelöffel Wermutkraut Zubereitung: Das Kraut mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. 7-10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen und ungesüßt (!) nach dem Essen trinken.


Der Husten-, Heiserkeit- und Halsweh-Tee – schmerzlindernd und entzündungshemmend

Zutaten: 10-15 Blätter frischer oder getrockneter Salbei. Zubereitung: Die Blätter klein schneiden, 1 Liter Wasser aufkochen und kurz abkühlen lassen, dann die Blätter übergießen. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Wermutkraut

Rosenblüten

Lavendelblüten

Hopfenzapfen

Der Energie-Tee – Vitaminversorgung und Erkältungsvorsorge

Zutaten: 2 kleine rote Chilischoten, je 8 Teelöffel getrocknete Hagebuttenschalen und Rooibostee.
Zubereitung: Chilischoten entkernen und in Ringe schneiden, mit den Hagebuttenschalen und dem Rooibostee in einen Topf geben und mit 1 Liter Wasser übergießen. Aufkochen und bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen, anschließend abgießen.


Der gut fürs Immunsystem-Tee – stärkt die Abwehr

Zutaten: 10 Gramm frischer Ingwer, je 1 Teelöffel gemahlene Kurkumawurzel und Zimt, 1 Prise gemahlenen Pfeffer.
Zubereitung: Ingwer schälen und fein reiben – mit Kurkuma, Zimt und Pfeffer in einer Kanne mit 1 Liter Wasser überbrühen, 5 Minuten ziehen lassen.